bw_leichte_sprache
Veranstaltungen
Standortinfos
Veröffentlichungen
bw_schwere_sprache
Audio/Videobeiträge
Spenden & Helfen
Spenden & Helfen


Neuigkeiten aus der LebensWerkstatt



Den Mitarbeitenden eine Stimme geben

Wer nicht richtig oder gar nicht sprechen kann, dem fällt es oft schwer, sich Gehör zu verschaffen.Unterstützte Kommunikation (UK) soll dabei helfen, doch die gibt es in unzähligen Varianten mit noch mehr Symbolen. In zwei Jahren hat eine siebenköpfige bereichsübergreifende Projektgruppe nun für die LebensWerkstatt einheitliche Standards erarbeitet. Dazu wird derzeit ein einheitlicher Grundwortschatz an Symbolen zusammen gestellt, der dann als Buch der Kommunikationsbox beigefügt wird, die bereits Anfang des Jahres an die Standorte verteilt werden. Dort sind alle Instrumente drin, die die angestellten Mitarbeiter brauchen, um möglichst gut mit den Menschen mit Behinderung kommunizieren zu können. Im Januar beginnen die Fortbildungen und Seminare dazu, welche die Projektgruppe erarbeitet hat. “Sprache bietet Orientierung, das ist auch für die Arbeitsabläufe wichtig”, betont Projektleiter Oliver Ertl. Selbstwahrnehmung, Wertschätzung, Struktur und Sicherheit – UK ist weit mehr als nur ein bisschen quatschen.

Die LW arbeitet dabei auch mit den Schulen im Unternehmensgebiet zusammen, damit beim Übergang in die Arbeitswelt nicht alle wieder bei Null beginnen. “Früher dachte man, UK verhindere das Sprechen, aber heute weiß man, dass das Gegenteil der Fall ist und der Wortschatz erweitert wird.” Das bietet auch den Eltern die Sicherheit, dass ihr Kind in der LW verstanden wird. “Wir wollen den Wunsch nach guter Teilhabe der Menschen wahrnehmen, aber dafür müssen wir sie eben auch hören und mit ihnen sprechen”, erklärt Dr. Susanne Brötz vom Bereich Entwicklung. Mit den neuen Standards ist der nächste Schritt getan.

 

Oliver Ertl, Marc Harrer und Martina Issler werden ab Januar 2019 als Referenten die Weiterbildung Unterstützte Kommunikation (UK) in der LebensWerkstatt durchführen.