Inklusions-Gottesdienst in Crailsheim

“Aufstehn, aufeinander zugehn” – dieses Lied hat sich in den vergangenen Jahren zur Hymne des Inklusionsgottesdienstes entwickelt. Auch diesmal sangen es die 200 Menschen, die am Sonntag, 17. März, gemeinsam einen warmherzigen und fröhlichen Gottesdienst in der Friedenskirche Altenmünster feierten. Musikalisch begleitet wurden sie dabei von “makel los”, fünf  Musikerinnen und Musikern der Brenzband.

Die Predigt hielt LebensWerkstatt-Vorstand Pfarrer Friedemann Manz. Die Fürbitten hatten Mitarbeitende der LebensWerkstatt in Crailsheim vorbereitet.
Das Thema des Inklusionsgottesdienstes in Crailsheim lieferte diesmal Zachäus, der Zöllner, der ausgeschlossen war aus der Gemeinde. Doch Jesus bat ihn in den Kreis der Jünger. Er schloss ihn also ein, erklärte Pfarrer Friedemann Manz, Vorstand der LebensWerkstatt, der die Predigt gemeinsam mit Pfarrer Lampadius hielt. “Genau das ist die Bedeutung von Inklusion.” Und sobald jemand eingeschlossen sei, also teilhabe, könne er sich auch in die Gemeinschaft einbringen. “Dann sind die Grenzen aufgehoben. Dann können sich alle willkommen und wertgeschätzt fühlen.” “Inklusion ist der wahre Reichtum”, sagte Pfarrer Florian Lampadius aus Ellrichshausen, der den Gottesdienst mit den verschiedenen Trägern der Behindertenhilfe der Region vorbereitet hatte.

Die Fürbitten lasen Mitarbeiter der LebensWerkstatt Crailsheim. “Wir bitten um eine bezahlbare Wohnung”, hieß es da zum Beispiel. Oder: “Es tut weh, wenn man im Bus ausgelacht wird. Wir bitten, dass das nicht mehr passiert.” Die Fürbitten galten aber auch den Familien, den Kollegen – und überhaupt allen Menschen, damit ein jeder dazu in der Lage ist, seinen Anteil zum Gemeinwesen beizutragen.

Die Band "makel los" begleitete den Gottesdienst