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Neuigkeiten aus der LebensWerkstatt



„Man braucht nicht viel, um andere glücklich zu machen“

Michelle Meißner und Oliver Gütlin machen eine 3-jährige Ausbildung zum Notfallsanitäter beim DRK. Beide haben sich die LebensWerkstatt ausgesucht, als es darum ging, ein dreitägiges Praktikum in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung zu machen.

Im Förder-und Betreuungsbereich (FuB) Lämlinstraße wurden sie herzlich aufgenommen, zwei weitere ihrer Kollegen im FuB Längelterstraße. Das Fazit der jungen Leute: „Man braucht nicht viel, um andere glücklich zu machen!“

Ziel des Praktikums ist es, in den Alltag von Menschen mit Behinderung hinein zu schnuppern und dabei z. B. herauszufinden, wie man sich mit jemandem verständigt, der sich sprachlich nicht äußern kann. Wichtig für die angehenden Sanitäter ist auch die Frage „Wie kann ich jemanden mit einer umfänglichen Behinderung die Angst nehmen und in einer schwierigen Notfallsituation Vertrauen schaffen?“

Um dafür eine gute Grundlage zu legen, haben sich die Praktikanten etwas Besonderes einfallen lassen: Am letzten Tag des Praktikums fuhren sie mit einem Rettungswagen und in ihrer Uniform auf dem Hof des FuB in der Lämlinstraße vor. Jeder Klient, der Interesse hatte, konnte sich im Rettungswagen umschauen. Man konnte sich auf die Liege legen und in den Wagen fahren lassen, Dinge ausprobieren, Berührungsängste abbauen. Die beiden Auszubildenden zeigten alles geduldig und hatten viel Freude dabei. Genauso wie ihre Besucherinnen und Besucher im Rettungswagen. Die Verständigung lief übrigens bestens. „Alle zeigen sehr deutlich, was sie wollen, auch wenn sie nicht sprechen können,“ stellten Michelle Meißner und Oliver Gütlin fest.

Ihr gemeinsames Resümee: „Es waren drei tolle Tage, die unsere Erwartungen übertroffen haben. Die Ehrlichkeit der Klienten, das Freuen über die kleinsten Dinge, der Stolz über jeden geschafften, noch so kleinen Schritt, das hat uns sehr beeindruckt.“

Die Praktikanten des DRK und die Klientinnen und Klienten des Förder- und Betreuungsbereiches stehen vor dem Notfallwagen. Gleich geht die Besichtigung los.