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Neuigkeiten aus der LebensWerkstatt



Einmal eine ganz andere Erfahrung

Azubis der LebensWerkstatt und von Rheinmetall Automotive haben sich gegenseitig besucht und zusammengearbeitet.

Azubis gehen in eine soziale Einrichtung und machen ein Projekt. Das passiert an vielen Orten, in vielen Betrieben und auch in der LebensWerkstatt (LW) finden immer wieder entsprechende Aktionen mit Partnern aus der Wirtschaft statt. Doch das Sozialprojekt mit der Ausbildungswerkstatt von Rheinmetall Automotive geht einen Schritt weiter – hier gehen die Menschen mit Behinderung nämlich auch in den Betrieb.
Diesen besonderen Austausch gibt es nun bereits seit vier Jahren. Gerade erst waren die beiden Industriemechaniker-Azubis Artur Schneider und Sandro Lika zwei Wochen lang im Berufsbildungsbereich (BBB) der LW in Heilbronn-Böckingen und im Anschluss kamen ihre Pendants Maurice von Olnhausen und Saffet Beker ebenfalls 14 Tage zu ihnen in den Betrieb. „Unsere Mitarbeiter erhalten so die Chance, mal in einer realen Lehrwerkstatt mit vielen Leuten, vielen Maschinen und einer ganz anderen Atmosphäre zu arbeiten“, stellt Heinz-Michael Reiner, Koordinator ambulante Maßnahmen bei der LW, fest. Neben der beruflichen Orientierung im Bereich Metall erfahren sie, welche individuellen Anforderungen und Erwartungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt an einen Mitarbeiter gestellt werden. „So können sie einschätzen, ob sie diese selbst erfüllen.“

Als Lika von dem Projekt hörte, war für ihn sofort klar, dass er dabei sein möchte. „Ich wollte einfach mal etwas ganz anderes“, erzählt der 19-Jährige. „Die Teilnehmer vom letzten Jahr haben auch gemeint, das wäre eine wirklich tolle Erfahrung“, ergänzt Schneider. Das können beide jetzt nur bestätigen.
In der LW entstand in gemeinsamer Arbeit eine große Skulptur aus Holz. Für die angehenden Industriemechaniker ein Material, mit dem sie noch nicht gearbeitet haben. „Ich hatte es mir leichter vorgestellt“, gibt Lika zu. Drei Mal der Buchstabe B übereinander wird künftig den Außenbereich des BBB zieren. Bei Rheinmetall haben von Olnhausen und Beker kleine Lokomotiven aus Metall gefertigt und dafür mussten sie viele verschiedene Techniken anwenden.

„Wir haben gefeilt, gebohrt, geschliffen, gefräst und gedreht“, listet von Olnhausen auf. Mit der Zeit sei vor allem das Feilen ganz schön anstrengend gewesen. „Aber man muss es halt machen, wenn man mit Metall arbeiten will.“ Ausdauer, Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit: Auch das sind Dinge, in denen sich die jungen Männer hier beweisen mussten – und bewiesen haben.


Bildunterschrift: Die zwei Teams von Rheinmetall und LebensWerkstatt (von links): BBBler Maurice von Olnhausen, Azubi Artur Schneider, BBBler Saffet Beker und Azubi Sandro Lika.